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Im Frühjahr 2011 wurde von den Mitgliedsverbänden beschlossen, ein Leitbild für die Arbeit im Frankfurter Jugendring zu entwerfen, dass die Arbeit und die Vielfalt der Mitgliedsverbände und des Jugendring umreißt.

Das Leitbild könnt ihr euch entweder hier durchlesen oder als PDF downloaden :

 


Leitbild des Frankfurter Jugendrings


Wer wir sind:

Der Frankfurter Jugendring ist der Dachverband der Jugendverbände in Frankfurt am Main. Es sind um die 30 Verbände unterschiedlichster Größe, die eine breit gefächerte Themenpalette haben: Sport, Pfadfinderei, religiöse und säkulare Weltanschauungen, Umweltschutz, Jugendgruppen der Hilfsorganisationen, Friedensarbeit, Themen unterschiedlicher Einwanderer-Nationen, internationale Tänze, Begleitung in Ausbildung und Arbeitnehmerbelangen junger Menschen, allgemein politische Themen, Vielfalt sexueller Orientierungen und Identitäten, und, und, und ... Diese Mischung macht uns einzigartig!

Unsere Jugendverbände führen außerschulische Kinder- und Jugend-Freizeit-Arbeit und nonformale Kinder- und Jugend-Bildungs-Arbeit durch – in allen Stadtteilen und für alle Kinder und Jugendlichen. Wir sind so als Dachverband der größte Anbieter von Freizeit- und Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche in Frankfurt am Main.

Wir sind außerdem die unabhängige und demokratische Interessenvertretung unserer Mitgliedsverbände gegenüber Politik und Verwaltung der Stadt Frankfurt und gestalten sowohl die Kinder- und Jugendpolitik als auch die Förderung von Kinder- und Jugendarbeit in unserer Stadt mit.

Wir sehen uns auch als Sprachrohr ALLER Kinder und Jugendlicher in Frankfurt am Main und als Anwalt für die Interessen der Kinder und Jugendlichen in Gremien und der Stadt-Gesellschaft. Wir sind parteipolitisch neutral, aber immer parteiisch und politisch, wenn es um die Lebensbedingungen der Kinder und Jugend in Frankfurt geht.

Wir sind Unterstützer und Berater unserer Mitgliedsverbände und bieten einen Ort des Austausches für Jugendorganisationen in Frankfurt am Main sowie ein Forum für ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit.

Wir sind generell ein Ansprechpartner für junge Menschen, die ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sein wollen.



Wie wir arbeiten:
 

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in unseren Mitgliedsverbänden geschieht grundsätzlich ehrenamtlich.

Alle unsere Mitgliedsverbände sind demokratisch verfasst und arbeiten im demokratischen Beschluss-Verfahren, was die Inhalte ihrer Arbeit und den Einsatz ihrer Verbands-Gelder und Zuschüsse angeht; mit offengelegten Abrechnungs- und Revisionsverfahren, auch gegenüber der Stad Frankfurt am Main und sonstigen Zuschussgebern.

Die FJR-Verbände arbeiten grundsätzlich unabhängig von Erwachsenen-Organistionen oder politischen Parteien.

In allen Stadien der Jugendverbandsarbeit und ihrer Belange werden Kinder und Jugendliche einbezogen – von der Planung der Aktivitäten bis zur ihrer Durchführung und Abrechnung.

Die FJR-Verbände sind bestrebt, in ihrer Arbeit strikt den Grundsatz der Gleichberechtigung durchzusetzen: Gleichberechtigung der Geschlechter, Gleichberechtigung gegenüber migrantischer oder einer Herkunft aus gesellschaftlichen Minderheiten, Gleichberechtigung von sexueller Orientierung.

Der Frankfurter Jugendring als Dachorganisation seiner Mitgliedsverbände arbeitet nach den selben oben genannten Prinzipien: demokratisch verfasst mit gewählten, ehrenamtlich tätigen Verbands-Organen und in Umsetzung der Beschlüsse, die in den Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen gefasst werden; unabhängig von anderen Organisationen oder politischen Parteien und in Wahrung der o.g. Gleichberechtigungs-Grundsätze.

Entsprechend der unterschiedlichsten Ausrichtungen und Ziele von den fast dreißig Jugendverbänden, die im Frankfurter Jugendring Mitglied sind, gilt strikt jedes Verbandsziel und jede Arbeit der Verbände mit Kindern- und Jugendlichen als gleichwertig und förderungswürdig.

Die Mitgliedsversammlungen des Frankfurter Jugendrings sind öffentlich und können grundsätzlich von allen Interessierten besucht werden.

Veranstaltungen des Frankfurter Jugendrings richten sich in der Mehrzahl ebenfalls an die interessierte Frankfurter Öffentlichkeit – zum Beispiel die Parade der Kulturen.

Der Frankfurter Jugendring ist offen für Belange von Kindern und Jugendlichen, die an ihn herangetragen werden - sowohl von direkt Betroffenen als auch von Jugendeinrichtungen oder Jugendorganisationen, die nicht Mitglied im Frankfurter Jugendring sind – der FJR wird sich nach Beschäftigung und Prüfung für deren Belange einsetzen.

Der Frankfurter Jugendring bietet verschiedenste Veranstaltungen, Maßnahmen und Aktivitäten an:

  • Veranstaltungen zur allgemeinen (jugend)politischen Information für die interessierte Frankfurter Öffentlichkeit
  • Angebote zur Qualifizierung der Aktiven, Interessierten und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in den Jugendverbänden
  • Planung, Koordinierung und Durchführung gemeinsamer Projekte, Fortbildungen etc. von FJR-Mitgliedsverbänden, die kooperieren möchte.
  • Durchführung von Fach-Foren, Kongressen, Diskussionsveranstaltungen zu außerschulischer Jugend-Freizeit- und Jugend-Bildungsarbeit in Kooperation mit Schule und Bildungsträgern – umfassend orientiert am Leben der Kinder und Jugendlichen / Schülerinnen und Schüler
  • Unterstützung und Ermöglichung von Modellprojekten im pädagogischen Bereich
  • politische Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche in Frankfurt am Main – auch in den städtischen Jugendhilfe-Gremien und im regelmäßigen Gesprächsaustausch mit PolitikerInnen und zuständigen Ämtern der Stadt



Wofür wir eintreten:
 

Kinder und Jugendliche brauchen für das Aufwachsen in einer Großstadt wie Frankfurt optimale Voraussetzungen und Bedingungen. Wir setzen uns daher stetig für die Verbesserung der Lebensverhältnisse und Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen ein.

Dazu gehört, dass jedes Kind echte Chancengleichheit auf Förderung und Unterstützung hat:

  • unabhängig von seinem/ihrem religiösen und ethnischen Hintergrund
  • unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten seiner Eltern
  • unabhängig vom Bildungshintergrund seiner/ihrer Eltern
  • unabhängig vom Stadtteil, in dem es aufwächst


Dazu gehört weiterhin der ungehinderte Zugang zu:

  • Krabbelstuben, Kinderkrippen, Kindergärten und Kindertagessstätten sowie interessanten Spielplätzen
  • allen Bildungsmöglichkeiten in Schulen, Bildungseinrichtugen sowie zu Möglichkeiten nicht formellen, außerschulischen Lernens
  • Musikunterricht und sonstiger musischer Bildung
  • Bibliotheken, Museen, kulturellen Veranstaltungen (Kino, Theater, Konzerte etc.)
  • sportlichen Betätigungsmöglichkeiten und Bewegungs-Förderung in Schule und Freizeit
  • Spielen, Freizeit- und Ferienprogrammen und allem, was Spaß macht
  • Ausbildungs- und Studienplätzen für die Jugendlichen nach Beendigung der Schule
  • eigenständigen Wohnformen für Jugendliche und junge Erwachsene


Dazu gehört ebenfalls die Möglichkeit zur Teilnahme und Mitbestimmung an und bei allen Belangen des gesellschaftlichen Lebens in Frankfurt, die Kinder und Jugendliche interessieren und weiterbringen – ein selbstverständliches Aufgehobensein in dieser Stadt-Gesellschaft.

Wir stehen für ein offenes und tolerantes Frankfurt, in dem ein sicheres und gewaltfreies Aufwachsen für Kinder und Jugendliche gewährleistet ist – wofür wir uns immer wieder neu einsetzen müssen.

Unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird geleitet vom Grundsatz, sich gegen rassistische, faschistische, nationalstische, kriegerische und ausgrenzende Tendenzen zu stellen.

Wir vertreten die Interessen aller Kinder und Jugendlichen in Frankfurt am Main – und damit verbunden: die Interessen aller demokratischen Jugendverbände und Jugendorganisationen in dieser Stadt.

Wir treten ein für die finanzielle Existenzsicherung der Kinder- und Jugendarbeit in Frankfurt am Main – und zwar nicht nur der großen, sondern insbesondere auch der kleineren Träger von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, der kleineren und migrantischen Jugendverbände und -organisationen:

  • Unabhänigige Mittel(verteilung) in eigener Verantwortung und unter demokratischer Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen in den Einrichtungen und Verbänden selber.
  • Der wichtige Stellenwert der Jugend(verbands)arbeit muss auch finanziell wirksam werden!
  • Ausreichende Förderung der (ehrenamtlichen) Kinder- und Jugendarbeit auch unter Budgetzwängen der Stadt!
     

 

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