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Jugend und Politik

Auch wenn man bei Jugendverbandsarbeit vielleicht nicht automatisch an Politik denkt, so nimmt sie in der täglichen Arbeit der Verbände und den Zielen, die sich der Frankfurter Jugendring gesetzt hat, einen wichtigen Platz ein. Und das nicht nur, um die Finanzierung der einzelnen Verbände und Projekte sicherzustellen. Vielmehr ist es dem FJR wichtig, als Sprachrohr für alle Kinder- und Jugendlichen in Frankfurt auch politisch deren Interessen aktiv zu vertreten. Denn die meisten jugendpolitischen Themen wirken sich automatisch auf den Alltag der Jugendlichen, aber auch auf die Jugendverbandsarbeit aus.

Aus diesem Grund ist der Frankfurter Jugendring in einer ganzen Reihe von kommunalen Gremien, Initativen und Bündnissen vertreten und aktiv. Nachfolgend stellen wir euch die Arbeit in den städtischen Gremien vor und beschreiben kurz die Bündnisse und Zusammenschlüsse.

Kurzbeschreibung der FJR-Beteiligungen

 

Gremienvertretung des Frankfurter Jugendrings

Der Jugendhilfeausschuss (JHA) ist ein mit PolitikerInnen und in der Kinder- und Jugendarbeit erfahrenen Personen besetztes Gremium. Er ist im Bundesgesetz (Kinder- und Jugendhilfegesetz) vorgeschrieben. Die fachliche Stellungnahme des Jugendhilfeausschusses (JHA) muss vor jeder Entscheidung zu Themen, die Kinder und Jugendliche betreffen, dem Stadtparlament zur Kenntnis gebracht werden. Der JHA entscheidet auch über die Verteilung der von der Stadtverordnetenversammlung für die Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung gestellten Gelder und er ist für die Jugendhilfeplanung der Kommune zuständig.

 

Die Jugendverbände des Frankfurter Jugendrings haben folgende Fachleute in den JHA stimmberechtigt entsandt:

  • Jan Lamprecht (Naturfreundejugend Frankfurt)
  • Joachim Bernhöft (Pfadfinderring Frankfurt)
  • Miriam Schmidt-Walter (Evangelische Jugend)
  • Elke Kress (Mädchenarbeit)

stellvertretend:

  • Beate Lang (Katholische Jugend Frankfurt)
  • Fresia Klug-Durán (Mädchenarbeit)
  • Georg Hoppe (our generation)
  • Peter Benesch (Sportjugend)

Der Jugendhilfeausschuss hat drei Fach- oder Unterausschüsse. Diese diskutieren die inhaltlichen Themen und empfehlen dem JHA einen Beschluss für diese.

 

In den Fachausschuss Kinder- und Jugendförderung haben die Jugendverbände des Frankfurter Jugendrings stimmberechtigt entsandt:

  • Miriam Schmidt-Walter (Evangelische Jugend)
  • Jan Lamprecht (Naturfreundejugend)
  • Peter Benesch (Sportjugend)
  • Barbara Weichler (Mädchenarbeit)
  • Beate Lang (Katholische Jugend)
  • Georg Hoppe (our Generation)

stellvertretend:

  • Joachim Bernhöft (Pfadfinderring Frankfurt)
  • Anke Karen-Meyer (AG Frankfurter Jugendhäuser freier Träger)
  • Erdogan Sanli (Jugend- und Kulturverein)
  • Stefan Cornel (Jugendfeuerwehr)
  • Ina Vehlies (Mädchenarbeit)
  • Bernhard Frenzel (Jugendwerk der AWO)

 

In den Fachausschuss Kinderbetreuung haben die Jugendverbände des Frankfurter Jugendrings stimmberechtigt entsandt:

  • Karen Zysno (SJD - Die Falken, Unterbezirk Frankfurt)

stellvertretend:

  • Stefan Steinberger (Nachbarschaftshilfe Bornheim)

Zur Vorbereitung der Ausschusssitzungen führt der Jugendring die AG-Gremien durch. Hier werden alle Tagesordnungspunkte vorab besprochen und evtl. Anträge zu bestimmten Maßnahmen/Einrichtungen/Themen formuliert.

In den Fachausschuss Erziehungshilfe entsenden die Jugendverbände keine VertreterInnen.

 

Kurzbeschreibung der Beteiligungen des Frankfurter Jugendrings an Bündnissen und Arbeitskreisen

 

AK-Jugend und Prävention:

Zu diesem Arbeitskreis lädt der Sozialdezernent ein. Beteiligt sind: Sozialdezernat, Staats­anwaltschaft, Jugendgericht, Polizei (JugendkoordinatorInnen), Frankfurter Ju­gendring (Vorsitzende), Staatliches Schulamt (Suchtprävention), Ordnungsamt, Stadtschulamt, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Drogenreferat, Gesundheitsamt, Kommunale Ausländervertretung (Geschäftsstelle), Kinderbüro, div. Abteilungen des Jugend- und Sozialamtes.

In diesem AK werden besondere Probleme der Kinder- und Jugendarbeit erörtert und mögliche Lösungen diskutiert.

 

Römerbergbündnis:

Im Römerbergbündnis sind VertreterInnen der Jüdischen Gemeinde (Vorsitzende), der Ev. Kirche (Pröpstin), der Kath. Kirche (Stadtdekan), Deutscher Gewerkschaftsbund (Vorsitzender), Frankfurter Jugendring (VorstandsvorsitzendeR).

Das Bündnis hat keine regelmäßigen Treffen, sondern tritt nur bei rechten Tendenzen/Aktivitäten in Aktion.

 

 

Magistratskommission für Gleichberechtigung und Integration:

Die Kommission wurde vom Stadtparlament im Jahr 1995 ins Leben gerufen, um das friedliche Zusammenleben zwischen allen Nationalitäten in Frankfurt zu fördern und die Interessen der FrankfurterInnen nichtdeutscher Herkunft in der Kommunalpolitik zu vertreten. Die Kommission besteht aus den VertreterInnen des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung der Kommunalen AusländerInnen Vertretung und aus den nicht parlamentarischen Institutionen. Der FJR ist dort mit einer Vertreterin - Nurcan Taskin (Saz-Rock) - präsent.

 

AK-Topographie der NS-Zeit:

Der Arbeitskreis ist beim Kulturdezernat angesiedelt und in ihm arbeiten alle Institutionen und Gruppen mit, die sich in Frankfurt mit den Themen Aufarbeitung der NS-Zeit und Antifaschismus beschäftigen – um nur einige wenige zu nennen: Verein für Frankfurter Arbeitergeschichte, Hessisches Landesinstitut für Pädagogik, Fritz-Bauer-Institut, Initiative „9. November“, Verband Deutscher Sinti und Roma – und weitere (eben auch der FJR), insgesamt über dreißig. Im Rahmen des Internet-Auftritts der Stadt Frankfurt soll eine umfassende Darstellung der Jahre zwischen 1933 und 1945 erarbeitet werden, mit Querverweisen und Links zu heutigen Adressen und Personen. Der AK verständigt sich weiterhin auch über Besuchsprogramme für ehemalige ZwangsarbeiterInnen und informiert über den Fortgang der Recherchen für die Auszahlung der Entschädigungsgelder an ehemalige ZwangsarbeiterInnen im Stadtgebiet Frankfurt am Main.

Der AK trifft sich auf Einladung des Kulturdezernenten und äußerst unregelmäßig.

 

Jugendbegegnungsstätte Anne Frank (JAF):

Die JAF wurde nach langjähriger Forderung des Frankfurter Jugendrings 1994 gegründet. Sie soll internationale Begegnungen durchführen und den Gedanken der Völkerverständigung sowie das Gedenken an die Verfolgung und Vernichtung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus wachhalten. Auch soll sie den Abbau von Vorurteilen und das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft vorantreiben.

Ein FJR-Vorstandsmitglied ist dem Vorstand der Jugendbegegnungsstätte kooptiert.

 

Großstadtjugendringstreffen:

Dieses Treffen findet einmal jährlich statt und dient hauptsächlich dem Austausch. Da die Großstädte ähnliche Problemlagen in der Kinder- und Jugendhilfe haben, werden diese dort beraten und gemeinsam Strategien des Umgangs bzw. der Gegensteuerung entwickelt.

Zu manchen Themenstellungen treffen sich noch Arbeitsgruppen zwischen den Tagungen.

 

Musikschule Frankfurt:

Die Musikschule (ehemals: Jugendmusikschule) hat die Aufgabe, Kinder, Jugendliche und Erwachsene an Musik heranzuführen, sowie ein (musik)pädagogisches Angebot an Kursen und Instrumentalunterricht für die musikalische Breitenarbeit bereitzustellen. Ferner fördert sie besonders begabte und bildet MusiklehrerInnen aus.

Der FJR ist in Vorstand und Mitgliederversammlung mit einer Person vertreten.

 

Sozialpolitische Offensive:

Sie wurde 1992 gegründet und ist ein Zusammenschluss u.a. der freien Wohlfahrtsverbände, der evangelischen und katholischen Kirche, dem DGB, dem Institut für Sozialforschung und dem Frankfurter Jugendring. Ihr Anliegen ist es, auf die wachsende Armut und Finanzkrise der Stadt eine sozialpolitisch angemessene Reaktion zu formulieren.

 

Haus der Jugend (HdJ):

Das Haus der Jugend ist die Jugendherberge in Frankfurt am Main. Sie ist als gemeinnütziger Verein organisiert und viele Verbände des Frankfurter Jugendrings sind dort Ver­eins(gründungs)mitglieder. Neben der Möglichkeit, kostengünstige Übernachtungen für Jugendliche und –gruppen zur Verfügung zu stellen, befinden sich in dem Haus auch viele Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Seminare.

Der FJR-Vorstandsvorsitzende ist geborenes Mitglied des Vorstandes im HdJ, der FJR stellt ein weiteres Vorstandsmitglied. Die Jugendringsverbände, die Mitglied im Verein Haus der Jugend sind, sind in der Mitgliederversammlung des Vereins stimmberechtigt.

 

Fan-Projekt:

Der FJR ist vertreten in Vorstand und Beirat des Fan-Projekts, dessen Träger die Sportjugend Frankfurt ist. Es gibt einen Mitarbeiter, der Fans betreut, Kontakte zu Fan-Initiativen in Frankfurt und der näheren Umgebung hält und zu Spielen der Eintracht mitgeht, um dort Ausschreitungen verhindern zu helfen.

 

Kommunales Jugendbildungswerk (KJBW):

Dies ist eine Einrichtung der Stadt Frankfurt. Sie soll Jugendliche befähigen, ihre persönlichen und sozialen Lebensbedingungen selbst zu erkennen, ihre gesellschaftlichen Interessen durchzusetzen und die Demokratisierung in allen Bereichen zu verwirklichen. Auch soll es vorhandene Einrichtungen und Aktivitäten der politischen Bildung öffentlicher und freier Träger kooperativ unterstützen, sowie Bildungsangebote anregen und ggf. gemeinsam mit anderen Trägern durchführen. Der Frankfurter Jugendring entsendet zwei VertreterInnen in den Ver­waltungsausschuss des KJBW’s, der über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung und die thematischen Schwerpunkte für das Jahresprogramm entscheidet.

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